Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Menü
Kompressionswäsche nach Mommy Makeover - Sicher versorgt

Kompressionswäsche nach Mommy Makeover

Ein Mommy Makeover ist ein großer Schritt, um sich nach Schwangerschaft und Stillzeit wieder wohl im eigenen Körper zu fühlen. Doch nach dem Eingriff beginnt die entscheidende Heilungsphase, in der die richtige Nachsorge über den Erfolg mitentscheidet. Viele Frauen sind verunsichert: Welche Kompressionswäsche brauche ich nach kombinierten Eingriffen wie Bauchdeckenstraffung und Brust-OP? Wie lange muss ich sie tragen und was passiert, wenn ich es nicht tue? Eine gezielte, medizinisch fundierte Kompressionsversorgung ist hier kein optionales Extra, sondern ein zentraler Baustein für eine sichere Heilung und ein optimales ästhetisches Ergebnis. Sie reduziert Schwellungen, stabilisiert das neue Körpergefühl und minimiert Risiken. Auf dieser Seite finden Sie eine ruhige, sachliche Orientierung, um die Zeit nach Ihrem Mommy Makeover sicher und informiert zu gestalten.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Nach einem Mommy Makeover ist eine mehrteilige Kompressionsversorgung (z.B. BH und Mieder) meist notwendig, um alle operierten Bereiche gleichzeitig zu unterstützen.
  • Die Kompressionswäsche wird in der Regel für 6 bis 8 Wochen getragen, davon die ersten Wochen meist rund um die Uhr, um Schwellungen zu kontrollieren und das Gewebe zu stabilisieren.
  • Empfohlen wird eine Kombination aus einem postoperativen Kompressions-BH für die Brust und einem Kompressionsmieder oder -body für Bauch, Taille und Hüfte.
  • Eine konsequente und korrekt sitzende Kompression ist entscheidend, um Komplikationen wie Serome (Flüssigkeitsansammlungen) zu vermeiden und das Operationsergebnis zu sichern.

Medizinischer Hintergrund: Warum Kompression nach einem Mommy Makeover so entscheidend ist

Ein Mommy Makeover kombiniert mehrere chirurgische Eingriffe, oft eine Bauchdeckenstraffung (Abdominoplastik) mit einer Bruststraffung oder -vergrößerung und einer Fettabsaugung (Liposuktion). Jeder dieser Eingriffe stellt für den Körper eine erhebliche Belastung dar und löst eine komplexe Heilungsreaktion aus. Gewebe wird durchtrennt, neu positioniert und geformt, was unweigerlich zu Schwellungen (Ödemen), Blutergüssen und einer Ansammlung von Gewebsflüssigkeit führt. Genau hier setzt die medizinische Kompressionstherapie an. Durch gezielten, gleichmäßigen Druck von außen unterstützt sie den Körper dabei, diese Heilungsphase sicherer und effizienter zu durchlaufen. Der Druck hilft, die neu geformten Gewebeschichten aneinander zu fixieren, verhindert die Bildung von Hohlräumen, in denen sich Flüssigkeit ansammeln könnte (Serombildung), und fördert den Abtransport von Lymphflüssigkeit. Dies reduziert nicht nur Schwellungen und Schmerzen, sondern minimiert auch das Risiko von Komplikationen und trägt maßgeblich zur Formung der neuen Körperkontur bei.

Ohne eine adäquate Kompression besteht das Risiko, dass sich die Heilung verzögert, die Schwellungen länger anhalten und das ästhetische Ergebnis durch ungleichmäßige Konturen oder Verhärtungen beeinträchtigt wird. Eine zu enge oder falsch sitzende Versorgung kann wiederum den Lymphfluss behindern und ist daher ebenfalls zu vermeiden. Ziel ist ein medizinisch korrekter, unterstützender Druck, der die Heilung fördert, ohne den Körper zu belasten.

Produkt- & Versorgungslogik: Welche Kompressionswäsche ist die richtige?

Da ein Mommy Makeover mehrere Körperregionen betrifft, ist eine einzelne Kompressionsversorgung selten ausreichend. Die Logik folgt den operierten Zonen: Jede Region benötigt ihre eigene, spezifische Unterstützung. Die häufigste Kombination ist ein postoperativer Kompressions-BH für die Brust und ein separates Kompressionsmieder oder ein Body für den Rumpf.

**Für die Brust:** Hier kommen spezielle Kompressions-BHs zum Einsatz. Sie sind bügellos, haben oft einen Vorderverschluss für leichteres An- und Ausziehen und bestehen aus weichen, aber stabilen Materialien. Ihre Aufgabe ist es, die Brust zu stützen, die Implantate (falls vorhanden) in Position zu halten und die Operationsnarben zu entlasten. Ein normaler Sport-BH ist hierfür in der Regel ungeeignet, da er oft nicht den nötigen medizinischen Druck und die erforderliche Stabilität bietet.

**Für Bauch, Taille und Hüfte:** Nach einer Bauchdeckenstraffung und/oder Liposuktion in diesem Bereich ist ein Kompressionsmieder, ein Body oder ein Bauchgurt erforderlich. Diese Kleidungsstücke üben einen gleichmäßigen Druck auf den gesamten Rumpf aus, stützen die Bauchwand und helfen, die Haut an die neue Kontur anzulegen. Modelle mit seitlichen Reißverschlüssen oder Hakenleisten erleichtern das Anziehen, insbesondere in den ersten Tagen nach der OP. Wurde auch eine Liposuktion an den Oberschenkeln durchgeführt, sind längere Hosen-Mieder (Panty-Modelle) die richtige Wahl.

Empfohlene Produkte für die Zeit nach dem Mommy Makeover

Basierend auf der Versorgungslogik werden für die Nachsorge nach einem Mommy Makeover typischerweise folgende Produkttypen empfohlen. Die konkrete Auswahl sollte immer in Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt erfolgen.

  • Phase 1 (erste 2-3 Wochen): Hier wird oft eine Versorgung mit höherer Kompression und verstellbaren Verschlüssen empfohlen, um auf die anfänglich starke Schwellung reagieren zu können. Ein Kombi-Set aus einem stark stützenden Kompressions-BH und einem hochgeschnittenen Kompressionsmieder mit Haken- oder Reißverschluss ist ideal.
  • Phase 2 (ab Woche 3-4): Wenn die Schwellung nachlässt, kann auf eine etwas leichtere Kompression oder ein Modell ohne verstellbare Verschlüsse umgestiegen werden. Oft wird hier ein nahtloser Kompressionsbody in Kombination mit dem weiterhin getragenen Kompressions-BH empfohlen. Diese sind im Alltag oft komfortabler.

Es ist ratsam, von jeder Kompressionsversorgung mindestens zwei Exemplare zu besitzen, um eine tägliche Hygiene durch Waschen und Wechseln zu gewährleisten.

Größen, Passform & Sicherheit: So sitzt die Kompression richtig

Die Wirksamkeit der Kompressionstherapie steht und fällt mit der richtigen Passform. Eine zu lockere Versorgung ist wirkungslos, eine zu enge gefährlich. Messen Sie die benötigten Umfänge (Unterbrust, Taille, Hüfte) am besten vor der Operation oder lassen Sie sich von Fachpersonal beraten. Liegen Sie zwischen zwei Größen, ist in der Anfangsphase nach der OP oft die größere Größe die sicherere Wahl, um den Blutfluss nicht zu beeinträchtigen. Wenn die Schwellung nach einigen Wochen zurückgeht, wird oft ein Wechsel auf die kleinere Größe notwendig, um den nötigen Druck aufrechtzuerhalten.

Achten Sie auf folgende Anzeichen: Die Kompressionswäsche sollte eng anliegen, aber keine tiefen, schmerzhaften Abdrücke hinterlassen oder die Atmung erschweren. Faltenwurf oder Rutschen sind Zeichen für eine zu lockere Passform. Bei Taubheitsgefühlen, starken Schmerzen oder bläulichen Verfärbungen der Haut sollten Sie die Kompression lockern und umgehend Ihr Operationsteam kontaktieren.

Verwandte Themen

Hier könnten interne Links zu verwandten Themen stehen, z.B.:

  • Kompressions-BHs nach Brustvergrößerung
  • Kompressionsmieder nach Bauchdeckenstraffung
  • Liposuktion an den Oberschenkeln: Die richtige Nachsorge

Sicherheit & Beratung

Diese Seite dient Ihrer Orientierung. Die wichtigste Referenz für Ihre individuelle Nachsorge ist und bleibt jedoch Ihr behandelndes ärztliches Team. Wenn Sie unsicher sind bezüglich der Größe, der Passform oder des Tragegefühls Ihrer Kompressionswäsche, zögern Sie nicht, professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen. Eine sichere und korrekt durchgeführte Kompressionstherapie ist ein entscheidender Beitrag für den Erfolg Ihres Mommy Makeovers.

Marena Recovery SFBHL2 Kompressionsbody Marena Recovery SFBHL2 Kompressionsbody
Marena Recovery SFBHS2 Kompressionsbody Marena Recovery SFBHS2 Kompressionsbody
FAQ - Kompressionswäsche nach Mommy Makeover

Häufige Fragen zur Kompression nach dem Mommy Makeover

A) Grundlagen

Nach einem Mommy Makeover hilft Kompression, Schwellungen und Blutergüsse zu reduzieren, das Gewebe zu stabilisieren und die neuen Körperkonturen zu formen. Sie minimiert das Risiko von Komplikationen wie Flüssigkeitsansammlungen (Seromen) und unterstützt eine schnellere, sicherere Heilung.

Ja, in der Regel schon. Da meist Brust und Bauch/Taille operiert werden, benötigen Sie eine mehrteilige Versorgung: einen speziellen Kompressions-BH für die Brust und ein separates Kompressionsmieder oder einen Body für den Rumpf, um beide Bereiche optimal zu unterstützen.

Medizinische Kompressionswäsche übt einen definierten, kontrollierten Druck aus, der die Heilung fördert. Shapewear dient nur der optischen Formung und bietet keinen therapeutischen Nutzen. Sie ist für die postoperative Phase ungeeignet, da der Druck unkontrolliert ist und schaden kann.

Nein, das wird nicht empfohlen. Ein postoperativer Kompressions-BH bietet gezielten, gleichmäßigen Druck, entlastet die Nähte und stabilisiert die Brustform oder Implantate. Ein Sport-BH kann einschneiden, ungleichmäßigen Druck ausüben und ist für die sensible Heilungsphase nicht ausgelegt.

Die Kompressionsversorgung wird Ihnen in der Regel direkt nach der Operation noch in der Klinik angelegt. Sie ist ein integraler Bestandteil der unmittelbaren Nachsorge und sollte ab dem ersten Tag konsequent getragen werden, um die Heilung optimal zu starten.

Die grundlegende Empfehlung für die Art und Dauer der Kompression kommt immer von Ihrem Operateur. Die Auswahl der konkreten Modelle und die genaue Größenanpassung erfolgen dann oft in Absprache mit geschultem Fachpersonal im Sanitätshaus oder direkt in der Klinik.

Es werden mindestens zwei Sets von jeder Kompressionsart (z.B. zwei BHs, zwei Mieder) empfohlen. Da die Wäsche in der ersten Phase rund um die Uhr getragen wird, können Sie so täglich ein frisches Teil anziehen, während das andere gewaschen wird und trocknet.

Das Weglassen der Kompression kann zu stärkeren und länger anhaltenden Schwellungen, einem erhöhten Risiko für Serome (Flüssigkeitsansammlungen), schlechterer Narbenbildung und einem ungleichmäßigen Endergebnis führen. Die konsequente Nutzung ist entscheidend für den Erfolg der OP.

Ja, medizinisches Kompressionsmaterial kann durch ständiges Tragen und Waschen an Elastizität verlieren. Zudem wird Ihr Körper durch den Rückgang der Schwellung schlanker. Daher ist es wichtig, die Passform regelmäßig zu prüfen und ggf. auf eine kleinere Größe zu wechseln.

Da ein Mommy Makeover in der Regel ein rein ästhetischer Eingriff ist, werden die Kosten für die Operation und die dazugehörige Kompressionswäsche normalerweise nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Es handelt sich um eine Selbstzahlerleistung.

B) Tragedauer & Alltag

Die allgemeine Empfehlung liegt bei 6 bis 8 Wochen. In den ersten 2-4 Wochen muss die Kompressionswäsche meist Tag und Nacht getragen werden. Danach kann die Tragedauer in Absprache mit dem Arzt oft schrittweise reduziert werden, z.B. nur noch tagsüber.

Ja, zum Duschen dürfen Sie die Kompressionskleidung abnehmen, sobald Ihr Arzt Ihnen dafür die Freigabe erteilt hat (meist nach wenigen Tagen). Die Zeit ohne Kompression sollte so kurz wie möglich gehalten werden. Ziehen Sie die frische Wäsche direkt nach dem Abtrocknen wieder an.

Ja, in den ersten Wochen ist das Schlafen mit der Kompressionswäsche sogar zwingend erforderlich. Sie sorgt auch nachts für die nötige Stabilität und Schwellungsreduktion. Achten Sie auf eine bequeme, leicht erhöhte Schlafposition, um den Heilungsprozess zu unterstützen.

Waschen Sie die Kompressionskleidung am besten täglich per Hand oder im Schonwaschgang bei niedrigen Temperaturen (meist 30-40°C) mit einem milden Waschmittel. Verwenden Sie keinen Weichspüler und trocknen Sie die Wäsche an der Luft, nicht im Trockner, um die Elastizität zu erhalten.

Im Bereich des Mieders wird oft empfohlen, direkt auf der Haut zu tragen, um Faltenbildung und Druckstellen zu vermeiden. Ein nahtloser Slip ist meist möglich. Unter dem Kompressions-BH sollten Sie nichts tragen. Besprechen Sie dies am besten mit Ihrem Arzt.

Weite, bequeme Kleidung ist in den ersten Wochen ideal. Lockere Jogginghosen, weite T-Shirts, Sweatshirt-Jacken oder Hemdblusen sind gut geeignet, da sie nicht zusätzlich drücken und das An- und Ausziehen erleichtern. Kleider können ebenfalls eine gute Option sein.

Leichte Spaziergänge sind schon früh zur Thromboseprophylaxe wichtig. Mit richtigem Sport sollten Sie jedoch mindestens 6-8 Wochen warten. Beginnen Sie langsam und nur nach Freigabe durch Ihren Arzt. Auch dann sollte die Kompression anfangs noch beim Sport getragen werden.

Ja, das ist normal. Moderne medizinische Kompressionsmaterialien sind zwar atmungsaktiv, aber die eng anliegende Passform und das feste Material können zu vermehrtem Schwitzen führen. Tägliches Waschen und Wechseln der Wäsche ist daher für die Hygiene sehr wichtig.

Autofahren sollten Sie erst wieder, wenn Sie sich uneingeschränkt bewegen können und keine Schmerzmittel mehr einnehmen, die Ihre Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen. Die Kompressionswäsche selbst ist kein Hindernis, aber die postoperative Einschränkung kann es sein.

Die meisten postoperativen Kompressionsbodies und -mieder haben eine hygienische Öffnung im Schrittbereich, die den Toilettengang ermöglicht, ohne das gesamte Kleidungsstück ausziehen zu müssen. Dies ist besonders in der ersten Zeit nach der OP eine große Erleichterung.

C) Schmerzen, Druck, Unsicherheit

Ein starkes Druck- und Stabilitätsgefühl ist normal und gewollt. Echte Schmerzen sollte die Kompression jedoch nicht verursachen. Wenn sie schmerzhaft einschneidet, die Atmung behindert oder Taubheitsgefühle auslöst, sitzt sie möglicherweise zu eng oder falsch. Kontaktieren Sie dann Ihr OP-Team.

Anhaltende starke Schmerzen, tiefrote oder bläuliche Druckstellen, die nach dem Ausziehen nicht verschwinden, Kribbeln, Taubheitsgefühle oder eine eingeschränkte Atmung sind ernste Warnsignale. In diesem Fall sollten Sie die Kompression lockern und sofort ärztlichen Rat einholen.

Juckreiz ist eine häufige Begleiterscheinung der Heilung und des Drucks. Achten Sie auf tägliches Waschen der Wäsche und der Haut. Manchmal hilft es, die Haut nach dem Duschen kurz an der Luft trocknen zu lassen. Bei starkem Juckreiz oder Hautausschlag kontaktieren Sie Ihren Arzt.

Ein Gefühl von Festigkeit ist normal, aber Atemnot ist es nicht. Die Kompression sollte den Brustkorb nicht so einschnüren, dass eine tiefe Ein- und Ausatmung unmöglich ist. Wenn Sie das Gefühl haben, schlecht Luft zu bekommen, sitzt die Versorgung zu eng und muss überprüft werden.

Falten können zu ungleichmäßigem Druck und schmerzhaften Schnürfurchen führen. Versuchen Sie, das Material glatt zu ziehen. Wenn das Mieder dauerhaft Falten wirft, ist es möglicherweise zu groß geworden, weil die Schwellung zurückgegangen ist. Dann ist ein Wechsel auf eine kleinere Größe sinnvoll.

In der entscheidenden ersten Heilungsphase gibt es leider keine wirkliche Alternative zur medizinischen Kompression. Sprechen Sie aber mit Ihrem Arzt oder Sanitätshaus. Manchmal kann ein anderes Modell oder Material den Tragekomfort bereits deutlich verbessern.

Gute postoperative Kompressionswäsche ist so konzipiert, dass die Nähte außen liegen oder flach verarbeitet sind. Wenn dennoch Reibung entsteht, können spezielle, sterile Silikon-Narbenpflaster helfen, die Narbe zu schützen und den Druck zu polstern. Fragen Sie Ihren Arzt danach.

Die Kompression ist einer der wichtigsten Faktoren, die Sie selbst kontrollieren können, um ein optimales Ergebnis zu sichern. Sie ist kein optionales Extra, sondern ein zentraler Teil der Therapie. Ihre Konsequenz beim Tragen zahlt sich direkt in einem schöneren, sichereren Ergebnis aus.

Eine plötzliche, einseitige oder schmerzhafte Zunahme der Schwellung sollte immer ärztlich abgeklärt werden, um Komplikationen wie ein Hämatom auszuschließen. Leichte Schwankungen der Schwellung im Tagesverlauf sind hingegen normal, besonders in den ersten Wochen.

In der kritischen Anfangsphase sollten Pausen (außer zum Duschen) unbedingt vermieden werden. Jede Stunde ohne Kompression kann die Schwellung wieder zunehmen lassen. Halten Sie durch! Nach einigen Wochen wird es in Absprache mit dem Arzt oft lockerer gehandhabt.

D) Wechsel & Phasen

Die erste Phase (ca. 2-4 Wochen) dient der intensiven Schwellungsreduktion und Stabilisierung mit meist starker Kompression rund um die Uhr. In der zweiten Phase, wenn die Hauptschwellung abgeklungen ist, wird oft auf eine leichtere Kompression oder eine reduzierte Tragedauer gewechselt.

Den genauen Zeitpunkt für den Wechsel legt Ihr Operateur fest. Dies geschieht meist bei einem Kontrolltermin nach einigen Wochen, wenn die Heilung gut voranschreitet und die Schwellung deutlich zurückgegangen ist. Wechseln Sie niemals eigenmächtig.

Das ist möglich. Oft wird für die zweite Phase ein anderes, komfortableres Modell mit leichterem Druck empfohlen. Manchmal reicht es auch, die bisherige Versorgung einfach seltener zu tragen. Dies hängt von der Empfehlung Ihres Arztes und Ihrem individuellen Heilungsverlauf ab.

Wenn die Kompressionswäsche rutscht, Falten wirft oder sich nicht mehr stützend und eng anfühlt, ist sie zu locker geworden. Das ist ein klares Zeichen dafür, dass die Schwellung zurückgegangen ist und Sie eine kleinere Größe benötigen, um den notwendigen Druck aufrechtzuerhalten.

Die stärkste Schwellung geht in den ersten 6-8 Wochen zurück. Restschwellungen können jedoch noch mehrere Monate anhalten. Das endgültige Ergebnis eines Mommy Makeovers ist oft erst nach 6 bis 12 Monaten vollständig sichtbar. Die Kompression begleitet die wichtigste Phase davon.

Nein, das sollten Sie auf keinen Fall tun. Auch wenn Sie sich gut fühlen, läuft die innere Heilung und Gewebeverfestigung noch auf Hochtouren. Halten Sie sich strikt an die von Ihrem Arzt empfohlene Tragedauer, um das Ergebnis nicht zu gefährden.

Nach Abschluss der postoperativen Phase ist in der Regel keine dauerhafte Kompression mehr nötig. Manche Frauen empfinden es jedoch als angenehm, bei starker körperlicher Belastung oder auf langen Flügen weiterhin eine leichte Kompression zur Unterstützung zu tragen.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Eventuell kann zu diesem Zeitpunkt bereits auf ein unauffälligeres Modell für den Tag gewechselt werden. Moderne Kompressionsbodies sind unter der Kleidung oft kaum sichtbar. Planen Sie Ihre Rückkehr zur Arbeit sorgfältig und hören Sie auf Ihren Körper.

Ja, hormonell bedingte Wassereinlagerungen während der Menstruation können dazu führen, dass die Kompressionswäsche vorübergehend enger sitzt. Das ist normal. Sollte der Druck unangenehm stark werden, halten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Die Kompression formt das Ergebnis während der gesamten Tragedauer. Die größten Effekte auf die Schwellungsreduktion sehen Sie in den ersten Wochen. Das finale, durch die Kompression unterstützte Körperergebnis wird jedoch erst sichtbar, nachdem alle Schwellungen abgeklungen sind.

E) Größen & Passform

Messen Sie die relevanten Umfänge (z.B. Unterbrust, Taille, Hüfte) am besten vor der OP im Stehen und eng am Körper. Nutzen Sie die Größentabellen des jeweiligen Herstellers. Im Zweifel lassen Sie sich im Sanitätshaus professionell vermessen, um die perfekte Größe zu finden.

Direkt nach der OP, wenn die Schwellung am stärksten ist, ist es oft sicherer, die größere der beiden Größen zu wählen, um die Zirkulation nicht zu gefährden. Wenn die Schwellung nachlässt, ist dann oft die kleinere Größe die richtige Wahl. Halten Sie hierzu Rücksprache.

Sie sollte sich wie eine zweite Haut anfühlen – eng und stützend, aber nicht schmerzhaft einschnürend. Sie müssen in der Lage sein, normal zu atmen und sich (eingeschränkt) zu bewegen. Ein gleichmäßiger, flächiger Druck ohne Falten oder Schnürfurchen ist das Ziel.

Aufrollen ist oft ein Zeichen für eine falsche Größe oder ein unpassendes Modell für Ihre Körperform. Manchmal helfen Silikonbänder am Saum. Wenn das Problem bestehen bleibt, sollten Sie ein anderes Modell ausprobieren, eventuell eines mit Trägern, um das Rutschen zu verhindern.

Ja, das ist dringend zu empfehlen. Die Erstversorgung wird Ihnen direkt nach der OP angelegt. Klären Sie mit Ihrer Klinik, ob diese gestellt wird oder ob Sie sie selbst besorgen müssen. Kaufen Sie sie rechtzeitig und nehmen Sie sie zur Operation mit.

Absolut. Durch die Operation selbst und die massive Schwellung danach verändert sich Ihr Körperumfang erheblich. Verlassen Sie sich nicht auf Ihre normale Konfektionsgröße, sondern messen Sie neu oder lassen Sie sich beraten, um die richtige postoperative Größe zu finden.

Ja, auch für Männer gibt es nach körperformenden Eingriffen wie einer Bauchdeckenstraffung oder Gynäkomastie-OP spezielle Kompressionswesten und -hosen, die an die männliche Anatomie angepasst sind und die gleichen medizinischen Zwecke erfüllen.

Ein Online-Kauf ist möglich, birgt aber das Risiko einer falschen Größe. Besonders bei der Erstversorgung ist die professionelle Beratung und Anprobe in einem Sanitätshaus oder in der Klinik vorzuziehen, um eine optimale und sichere Passform zu gewährleisten.

Das ist ein großer Vorteil der zweiteiligen Versorgung. Sie können BH und Mieder in unterschiedlichen Größen kaufen, um sie perfekt an Ihre Proportionen anzupassen. Wenn das Mieder zu locker wird, können Sie nur dieses Teil in einer kleineren Größe nachkaufen.

Die Größe des Kompressions-BHs richtet sich oft nach dem Unterbrustumfang und der zu erwartenden Schwellung. Bei einer Vergrößerung gibt der Arzt eine Empfehlung basierend auf der Implantatgröße. Die Körbchen sind oft flexibel, um die Schwellung aufzunehmen.

F) Fehler & Risiken

Der häufigste und schwerwiegendste Fehler ist Inkonsequenz. Viele Patientinnen hören zu früh auf, die Kompression zu tragen, weil sie sich bereits gut fühlen. Dies kann den Heilungsprozess stören und das Endergebnis negativ beeinflussen. Disziplin ist hier entscheidend.

Ja. Eine zu enge Kompression kann die Blut- und Lymphzirkulation abschnüren, zu starken Schmerzen, Gewebeschäden oder sogar Thrombosen führen. Achten Sie auf Warnsignale wie Taubheit, Kribbeln oder bläuliche Hautverfärbungen und handeln Sie sofort.

Ja. Eine zu lockere Kompression ist wirkungslos und begünstigt Schwellungen und Serome. Eine zu enge oder faltige Kompression kann zu ungleichmäßigen Konturen, Dellen oder permanenten Druckstellen führen. Die richtige Passform ist daher essenziell.

Leichte Rötungen durch den Druck sind oft normal. Wenn die Haut aber stark juckt, brennt, Bläschen bildet oder sich ein Ausschlag zeigt, könnte es eine Hautreizung oder eine seltene Kontaktallergie auf das Material sein. Zeigen Sie dies Ihrem Arzt.

Ein Serom ist eine Ansammlung von Wundflüssigkeit im Operationsgebiet. Man bemerkt es oft als eine neue, pralle, schwabbelige Schwellung, die sich wie ein Wasserballon anfühlt. Korrekte Kompression ist die beste Vorbeugung. Bei Verdacht kontaktieren Sie Ihren Arzt.

Im Gegenteil. Eine gute Kompression entlastet die Narben von Zug und Spannung, was zu einer feineren, unauffälligeren Narbenbildung beiträgt. Reibung durch schlecht sitzende Wäsche oder Nähte sollte jedoch vermieden werden, ggf. durch Schutzpflaster.

Keine Panik. Ein einmaliges, kurzes Vergessen wird das Ergebnis nicht ruinieren. Es kann aber sein, dass die Schwellung vorübergehend wieder etwas zunimmt. Wichtig ist, dass dies die Ausnahme bleibt und Sie die Wäsche ansonsten konsequent weitertragen.

Das ist nicht empfehlenswert. Gebrauchtes Material hat oft nicht mehr die nötige Spannkraft. Zudem kann sich Ihr Körper und damit die benötigte Größe verändert haben. Investieren Sie in eine neue, passende Versorgung, um auf Nummer sicher zu gehen.

Medizinische Kompression kann die Blutzirkulation in den Beinen unterstützen und so das Risiko einer tiefen Venenthrombose (TVT) senken. Sie ersetzt jedoch nicht andere wichtige Maßnahmen wie die Frühmobilisation (Aufstehen, Gehen) und ggf. medikamentöse Prophylaxe.

Leichte Abdrücke, die schnell wieder verschwinden, sind normal. Bleiben aber tiefrote, schmerzhafte Stellen, sitzt die Wäsche falsch oder zu eng. Versuchen Sie, das Material zu glätten. Wenn das nicht hilft, kontaktieren Sie Ihr Sanitätshaus oder Ihren Arzt zur Überprüfung der Passform.